Vulcanello, Lipari, Panarea, Stromboli veganinchen

Aktiver Vulkan, kristallblaues Meer – Vulcano und die liparischen Inseln – Photodiary

Wer hat Jules Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ gelesen? Bekanntlich sind sie ja beim Snæfellsjökull ins Erdinnere abgestiegen. Wo und von wem wurden sie wieder ausgespuckt? Vom Stromboli, einem aktiven Vulkan der liparischen Inseln in Süditalien, nördlich von Sizilien. Das … und meine Sehnsucht nach dem Meer führten uns nach Vulcano, einer Nachbarinsel von Stromboli.

Es war italienisch, es war wild, es war chaotisch, es war heiß, es war laut, es war wellig, es war nah, es war fern, jeden Tag ein neues Abenteuer, ein richtiger Süditalienurlaub.

Die Anreise ist etwas kompliziert mit Auto – Flug – italienischem Bus mit italienischem Fahrer in italienischer Geschwindigkeit: „ich hupe, entweder du weichst aus oder Pech gehabt“ – italienischer Fähre: vollgestopft bis auf den letzten Platz bei Affenhitze, tausenden Koffern, reichlich Seegang ungehindert übers Meer, Seekrankheit ahoi! und dann noch zu Fuß. Was Sinn macht auf so kleinen Inseln. Autos gibts, die hupen auch italienisch herum, aber das muss echt nicht sein.

Was habe ich gelernt?

  • Vulkane sind mir ähnlich. Sie explodieren wann sie wollen. Das ist gesund.
  • Ich habe italienisches Blut. Wahrscheinlich durch italienische Vorfahren. Hier, in unseren Gefilden wird man als Frau gemaßregelt: Ach komm, reiß dich doch zusammen. Die Italienerinnen lassen sich das nicht gefallen. Sie sind. Ja sie sind. So wie sie sind. Sie schimpfen, sie lachen laut, sie schreien, sie sind begeistert, sie denken nicht eine Sekunde nach „wie das jetzt ankommt“. Richtig so. Warum hab ich mir das nur immer verbieten lassen? Außerdem liebe ich ihren Style, der ähnlich unangepasst und deshalb „wirklich getragen“ wird.
  • Ich werde nicht so leicht seekrank. Nach zweimal 8 Stunden auf einer Nussschale, wobei am zweiten Tag übelst hoher Seegang war (ich behaupte 2 Meter Wellental) bei dem es das Boot vorne aufhob und wir dann nach der Welle im Leeren runterfielen, wurde mir nicht schlecht. Aber! – (und das kannte ich bis jetzt nicht) – am jeweiligen Abend an Land, kurz vorm Zubettgehen schwankte plötzlich alles im selben Tempo wie die Wellen. Ich war … LANDKRANK. Auch nicht gerade ein erstrebenswerter Zustand aber verschmerzbar, vor allem weil ich mit Unsichersein auf meinen Beinen leiderprobt bin. Im Internet steht es dauert so lange wie die Zeit am Boot. Naja, bin schon noch eine Woche geschwankt. Aber auch ein bisschen betrunken vom Meer, weil ich es so sehr liebe.

 

Auf dem Vulkankrater

Wir wohnten auf Vulcano, sind frühmorgens auf den dortigen Krater gestiegen, da es sehr heiß ist und kein Schatten in Sicht. Die Schwefeldämpfe waren nochmal intensiver als auf Island (wenn auch weniger sichtbar), sie haben meine Atemwege gereizt. Aber das hab ich schnell vergessen beim Anblick des Kraters und der Rauchschwaden die wie Regenwolken über den Kraterrand zogen. Dem Vulkan so nah zu sein, seiner Energie und Unberechenbarkeit, wieder dieses Stärker – Sein der Natur zu spüren, das ist es wohin es mich immer wieder zieht.

 

Im Meer

Dann war da noch das blaue Meer. Eine wunderbare Art dem Wasser so nah zu sein wie es nur geht – ist ein Boot. Wir sind um Vulcano gegondelt, haben einsame Buchten gesucht und gefunden. Es war schwierig, denn in Italien läuft das so: Selig schnorchelt frau im Meer, begrüßt die Fische und ist so glücklich über diese friedvolle Welt. Plötzlich fallen – in einem Affenzahn – fünfzig Italiener in mehreren Booten (alle mit Musikbeschallung) ein – ja einfallen ist das richtige Wort. Sie stechen mit dem Bug des Schiffes in diese friedlichen natürlichen Buchten ein und alle Insassen springen mit Mords – Getöse und Geschrei ins Wasser. Frau kann sich nur mehr retten und die Fischi hoffentlich auch alle. Ein Gejaule und Geklatsche und diese Musik! Was braucht mensch an solchen Orten überhaupt mehr als sich selbst und eine Taucherbrille? Versteh ich nicht.

Wir haben aber ein paar Orte gefunden wo wir alleine waren mit bunten Fischen, Seesternen, Quallen, Seeigeln, Korallen, Flundern. Was das für ein überwältigendes Gefühl ist! Inmitten einer Unterwasserwelt durch zu tauchen, Teil von ihr zu sein! Kurz zu vergessen wies da draußen laut ist, vieles zerstört wird, von bunt zu grau wird… und kurz zu vergessen dass durch die Klimaerwärmung und das ganze Plastik auch diese Paradiese bald der Vergangenheit angehören werden.

Wir sind nach Lipari mit dem Boot gefahren und dort bei einer Steilküste an Land gegangen. Sind Kanu gefahren. Haben den Stromboli aus der Ferne Rauch spucken sehen. Auch auf Vulcano Trolle und Monster aus Vulkangestein entdeckt (wie auf Island). Sind mit unserer Nussschale an der Mega – Yacht von Will Smith vorbei getuckert und haben ihn auch unwissentlich gesehen, er war kurz nach uns auf dem Vulkan. Haben im Vulkanschlamm (Fango) gebadet und unsere Kleidung riecht – ohne Übertreibung – noch heute danach. Der Vulkan erwärmt auch das Meer, es ist wie ein natürlicher Whirlpool – kleine und große Blasen steigen nach oben.

 

Vom kleinen Glück

Auf unserer Terrasse haben Tauben genistet, von denen ein Junges aus dem Nest gefallen ist. Wir haben es wieder raufgesetzt und es war uns so eine Herzensfreude, jeden Tag die Entwicklung dieser kleinen Kerlchen zu beobachten. Und wie sie uns beobachtet haben! Am Ende des Urlaubs konnte ich die Taubenmutter nur anhand ihrer Rufe von allen anderen Tauben unterscheiden. Ich fühle mich gleich zu 300 Prozent wohler, wenn irgendwo ein Tier in der Nähe ist. Noch ein kleiner Vogel (den ich nicht bestimmen konnte) hat gegenüber genistet und uns immer mit einem „Tick tick“ begrüßt. Wir durften in ihrem Revier wohnen ;).

Wir hatten eine Outdoorküche und eine Hängematte. Ich konnte also in der Hängematte hängend auf der einen Seite Filicudi – eine weitere liparische Nachbarsinsel – und den Sonnenuntergang betrachten und auf der anderen Seite meinen Freund, wie er frisches italienisches Gemüse mit Nudeln kocht. Ist das nicht herrlich?

 

Sizilien

Bei der Rückreise verbrachten wir eine Nacht in Catania, der Stadt vor dem Ätna. Abends sind wir durch die Altstadt flaniert und haben den riesigen Vulkan mit dem Fernglas beobachtet. Am Tag der Heimreise war das Wetter wunderschön und die Flugroute ging genau über die liparischen Inseln, so konnten wir unseren Urlaub nochmal mit lautstarker Begeisterung von oben sehen. Links von uns Vulcano, Lipari, Salina, Alicudi, Filicudi, unter uns Panarea und rechts von uns – der malerische Stromboli.

 

Die Fotos sind unbearbeitet und mit Bedacht ausgewählt.

 

Vulcano Strand Sicht auf Lipari und Salina veganinchen

Abends am Strand von Vulcano, Sicht auf die Nachbarsinseln Lipari und Salina.

Vulcano veganinchen

Hier schaut ein Hasi in den Sonnenuntergang 🙂

 

Vulcano veganinchen

Der Krater von unten

 

Vulcano Krater veganinchen

Beim morgendlichen Aufstieg auf den Vulkan, links in der Ferne Stromboli.

 

Vulcanello, Lipari, Panarea, Stromboli veganinchen

Blick unterhalb des Kraters auf die liparischen Inseln: Vulcanello, Lipari, Salina, Panarea, Stromboli

 

Vulcano Krater veganinchen

Cratere di Vulcano

 

Vulcano Krater veganinchen

Glückliche Christina an einem ihr ähnlichen Ort

 

 

Schwefelschwaden ziehen hoch

 

Vulcano Krater veganinchen

über den Kraterrand

 

Vulcano Krater veganinchen

Fumarolen – kleine Kunstwerke, ähnlich Korallen

 

Vulcano Krater veganinchen

Vulcano Krater veganinchen

Vulcano Krater veganinchen

 

Valle dei Mostri Vulcano veganinchen

Valle dei Mostri, Formationen aus Lavagestein. Ich sehe zwei Hunde, die Richtung Meer schauen.

Vulcano veganinchen

Flora auf Vulcano

 

Vulcano veganinchen

auf dem Boot

Meer veganinchen

dieses Blau!

 

Meer veganinchen

und dieses Blau!!

 

Aussicht auf Vulcano von Lipari veganinchen

Vulcano von Lipari aus gesehen

 

Grotta del Cavallo Vulcano veganinchen

Grotta Del Cavallo, Vulcano

 

Qualle veganinchen

eine schöne Qualle

 

Lipari veganinchen

Lipari

 

Sonneuntergang Filicudi veganinchen

Sonnenuntergang über Filicudi

 

Sonneuntergang Filicudi veganinchen

Sonneuntergang Filicudi veganinchen

Sonneuntergang Filicudi veganinchen

Sonneuntergang Filicudi veganinchen

Aussicht auf Filicudi veganinchen

die Hängematte und der Ausblick

 

Taube veganinchen

das herunter gefallene Taubenjunge ♥

 

La Sirenetta di Vulcano veganinchen

La Sirenetta di Vulcano – ein Künstler hat diese wunderschöne Skulptur vor der wilden Küste Vulcanos angefertigt, sie schaut aufs offene Meer hinaus

 

Catania veganinchen

Catania

 

Catania veganinchen

Elefantenbrunnen Catania veganinchen

der Elefantenbrunnen

 

Ätna veganinchen

der Ätna

 

Catania veganinchen

Catania und Ätna von oben

 

Vulcano veganinchen

Vucano von oben

 

Stromboli veganinchen

Stromboli

 

Stromboli veganinchen

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