Hans Hofer Christina Prechtl

#14 Wildnis Gespräche – Vom (inneren) Kind und dem geheimen Platz in der Natur

Die Wildnis, Sehnsuchtsort oder bedrohliches Chaos? Die meisten Menschen haben ein ambivalentes Verhältnis zur ihr, sofern sie die wirkliche Wildnis überhaupt noch erfahren dürfen.

In einer zunehmend kahl geschlagenen und geordneten Welt ist die Wildnis für mich eindeutig Sehnsuchtsort und ein Ort des Verbundenseins. Natur ist nicht nur um uns, sondern in uns und auch der Mensch ist eigentlich Teil davon und nicht getrennt oder gar gegen sie.

Deshalb möchte ich mich der Wildnis aus verschiedenen Blickwinkeln „nähern“.

Zuerst aus einer naturpädagogischen Sicht. Dazu habe ich Richard Louvs Thesen aus seinem Buch „Das letzte Kind im Wald“ herangezogen, die besagen, dass sich der Mensch immer mehr von der Natur entfernt. Er spricht von einem nature deficit syndrome.

Für das heutige Gespräch habe ich Dr. Hans Hofer eingeladen, pensionierter Biologielehrer und Obmann von natopia um ihn nach seiner Meinung zu fragen. Wir sprechen außerdem über das Verbannen der Wildnis, erstmal aus den eigenen Gärten. Ist ein Garten eventuell sogar eine Auseinandersetzung mit der eigenen inneren Wildnis?

Außerhalb der Gärten: wo gibt es überhaupt noch Wildnis, ist Wildnis das, was wir denken, was Wildnis ist?

Kinder bewegen sich in der Natur ganz natürlich, scheinbar sorglos und angstfrei, warum ist das so? Geht diese Sicherheit im zunehmenden Alter verloren, kommt dieses Gefühl, diese geheime Anziehungskraft wieder?

Gegen Ende noch ein guter Tipp. Der geheime Sitzplatz von Jon Young, dem Urvater der Wildnispädagogik. Eine Möglichkeit sich wieder mit der Natur zu verbinden, zu heilen und Dinge zu entdecken, die vorher unscheinbar und doch so großartig sind.

 

Shownotes:

Das letzte Kind im Wald – Richard Louv
Der Geheime SitzPlatz – Jon Young

Jingle: Dag Reinbott – Eastern Emotions

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